Historie

Innovativ aus Tradition

Das Herz der Familien-AG RITZENHOFF schlägt immer noch dort, wo vor mehr als 100 Jahren ihre Geschichte begann: am Stammsitz in Marsberg im Sauerland. Mit dem Holz der dichten Wälder dieser Gegend schmolzen die ersten Glashütten schon im 18. Jahrhundert Quarzsand zu Glas.

In dieser Tradition steht auch das Familienunternehmen RITZENHOFF, welches sich über die Jahre von einer Manufaktur zu einer der renommiertesten High-Tech-Glashütten Deutschlands entwickelte. Lernen Sie uns kennen!

Unternehmensgeschichte

RITZENHOFF Outdoor

Die niederländische Tochterfirma RITZENHOFF BV hat 2014 das unzerbrechliche Kunststoffglas „Ritzenhoff Outdoor“ entwickelt. Dies ist ideal für Glas-freie Events, Festivals und Strandpartys. 100% frei von BPA und 100% recyclebar.

2014 Bernd Giesler

Bernd Giesler, technischer Leiter des Unternehmens wird in den Vorstand berufen.

2013 Neue Schmelzwanne und vierte Produktionslinie

Die elektrisch betriebene Schmelzwanne der Produktionslinie 3 wurde im Oktober 2013 gegen eine deutlich größere 35-t Erdgasschmelzwanne ersetzt. Dadurch konnte eine vierte Produktionslinie in Betrieb genommen werden, die zu einer Erhöhung der Produktionsmenge von 36 Millionen auf 50 Millionen Gläsern pro Jahr beigetragen hat. (Baubeginn Oktober 2012)

2012 Showroom Eröffnung

Im September 2012 wurde am Produktionsstandort der neue, futuristisch anmutende Showroom mit über 700 m² Ausstellungsfläche für die RITZENHOFF- und MAXWELL & WILLIAMS Artikel fertiggestellt.

2010 Gründung CD Creatives Design GmbH

Im September 2010 wurde die Tochtergesellschaft CD Creatives Design GmbH zur Abwicklung von RITZENHOFF Special Geschäften gegründet.

2008 RITZENHOFF AG & neues Logistikzentrum

Im August 2008 wurde das Unternehmen von der RC Ritzenhoff Cristal AG zur RITZENHOFF AG umfirmiert.

Einen Monat später wurde das neue Logistikzentrum der RITZENHOFF AG in Betrieb genommen. Auf über 10.000 Quadratmetern können nun unsere Produkte Gläser, Geschenkartikel sowie Porzellan lagern und termingerecht an unsere Kunden in die ganze Welt verschickt werden.

2006 Neue Erdgasschmelzwanne

Der Bau einer neuen 30-t Erdgasschmelzwanne wurde im Januar 2006 fertiggestellt und dient als Ersatz für zwei kleinere Schmelzaggregate.

2005 (Dezember) Erweiterung des Lagers

Um die gestiegene Anzahl an Aufträgen besser abwickeln zu können, wurde 2005 in neue und optimierte Lagerflächen investiert. Das mit halbautomatischer Regalverfahrtechnik ausgestattete neue Fertigglas-Hochregallager wurde im Juni 2005 fertiggestellt. Die Umrüstung des Rohglaslagers auf die halbautomatische Regalverfahrtechnik wurde im Dezember 2005 in Betrieb genommen. Gleichzeitig wurde der alte Lager-Standort in der Leuchtenglashütte in Marsberg, im Dezember 2005 geschlossen.

2005 (Februar) Einführung Maxwell & Williams

Anlässlich der Frühjahrsmesse „Ambiente“ im Februar 2005, präsentierte die Designer Homeware Distribution GmbH, eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der RITZENHOFF AG, die australische Marke „Maxwell & Williams“ für den mitteleuropäischen Markt. Dieser Name garantiert hochwertiges Porzellan zu günstigen Preisen.

2004 Tod von Katharina Zeppenfeld

Katharina Zeppenfeld, Vorstandsmitglied und Anteilseignerin, starb am 15. Febr. 2004 im Alter von 40 Jahren.

Im gleichen Jahr wurde die Tochtergesellschaft „Designer Homeware Distribution GmbH“ für den Vertrieb der australischen Marke „Maxwell & Williams“ gegründet.

2002 Direktbelieferung

Seit 2002 wird der Fachhandel weltweit nicht mehr durch einen Großhändler beliefert, sondern direkt durch die Logistikabteilung von Ritzenhoff. Kürzere Lieferzeiten und eine verbesserte Flexibilität waren die Gründe für diesen Schritt.

2001 Schließung der Glasmanufaktur

Im März 2001 wurde der Standort der Glasmanufaktur in Marsberg geschlossen und Teile der Mundblasproduktion in den Produktionsstandort Essentho integriert.

1999 RC Ritzenhoff Cristal AG

Im Jahr 1999 wurde die RITZENHOFF GmbH zur RC Ritzenhoff Cristal AG umgewandelt. Gründe hierfür lagen vor allem in der stärkeren internationalen Ausrichtung des Unternehmens.

1998 RC Ritzenhoff Cristal B.V.

Die verstärkte Exportorientierung des Unternehmens führte zur Gründung der Tochtergesellschaft RC Ritzenhoff Cristal B.V. in Nieuwegein/Niederlanden für den Vertrieb in den Beneluxländern.

1995 Fusion zur RC Ritzenhoff Cristal GmbH

Die Glasmanufaktur am Standort Marsberg wurde 1995 von der Paulinenstraße in der Innenstadt an den Stadtrand zur Mühlenstraße auf das Gelände der ehemaligen Leuchtenglashütte umgesiedelt. Es folgte die Fusion der Marsberger Glaswerke Ritzenhoff GmbH, Glaswerke H.u.Kl. Ritzenhoff GmbH & Co. KG und der Grafik Ritzenhoff GmbH & Co. KG zur RC Ritzenhoff Cristal GmbH. Detlef Eßbach wurde zum weiteren Geschäftsführer bestellt.

1993 Verwaltung in Essentho

Die Zusammenlegung der Verwaltung an den Standort Essentho erfolgte im Jahr 1993. Die Nähe zur Produktion ermöglichte so eine Optimierung der Geschäftsprozesse.

1992 Einführung der Marke RITZENHOFF

Im Jahr 1992 wurde der Produktionsstandort des Grafikbetriebes nach Essentho verlagert.

Die Einführung der Marke RITZENHOFF entwickelte sich aus der Jahrhundertidee des dekorierten Design-Milchglases. Der geniale Trick bestand darin, das Weiß der Milch als Leinwand zu verwenden, auf der dann die einzelnen Künstler und Designer ihre Ideen in Szene setzten. Diese entwarfen keine neuen Gläser, sondern jeweils Dekore für eine festgelegte Grundform. Die Milchgläser zogen farbig dekorierte Bier-, Champagner-, Wein-, Schnapsgläser und andere Design-Geschenkartikel für den Fachhandel nach sich.

1991 Dritte Schmelzwanne

Um der weiterhin steigenden Nachfrage nach Glas gerecht zu werden, wurde 1991 eine weitere Elektroschmelzwanne in Essentho gebaut.

1990 Bernd Batthaus wird Vorsitzender der Geschäftsführung

Nach dem Tod von Klaus Ritzenhoff am 21.08.1990 wurde Bernd Batthaus zum Vorsitzenden der Geschäftsführung bestellt. Stellvertretende Vorsitzende wurde Katharina Zeppenfeld, Tochter von Klaus Ritzenhoff.

1982 Elektroschmelze

Im Jahr 1982 wurde die zweite Produktionslinie der Glaswerke von einer Gas- auf eine Elektroschmelze umgestellt, um die Qualität der Glaserzeugung weiter zu erhöhen.

1975 Grafik Ritzenhoff KG

Klaus Ritzenhoff gründete im Jahr 1974 die „Grafik Ritzenhoff KG“ in Marsberg, eine Druckerei, welche keramische Abziehbilder (Siebdruckdekore) für Glas produzierte. Zu Anfang waren diese Bilder nur für den Eigenbedarf gedacht, doch schon nach kurzer Zeit fanden sich auch externe Absatzbereiche.

1971 Zweite Schmelzwanne

Die Nachfrage nach Glas stieg weiter an, so dass 1971 zur Erhöhung der Produktionskapazitäten eine zweite Schmelzwanne in Essentho gebaut wurde.

1969 Tod von Heinrich Ritzenhoff

In diesem Jahr verstarb der Firmenchef Heinrich Ritzenhoff und sein Sohn Klaus Ritzenhoff übernahm die alleinige Leitung des Unternehmens.

1968 Marsberger Glaswerke Ritzenhoff GmbH

1968 wurde die Glasmanufaktur „Marsberger Glasfabrik GmbH“ in „Marsberger Glaswerke Ritzenhoff GmbH“ umfirmiert.

1965 Vollautomatische Glasproduktion

Im Jahr 1965 errichtete Heinrich Ritzenhoff, am Standort Essentho, eine vollautomatische Glasproduktion zur Herstellung von Trinkglas-Serien mit der ersten Schmelzwanne. Neben der klassischen Mundglasfertigung baute dieser Unternehmenszweig schnell seine Position aus und wurde zum wichtigsten Teil des heutigen Unternehmens.

1957 Glaswerk H. und Kl. Ritzenhoff KG

Im Laufe der Jahre wurde Heinrich Ritzenhoff durch seinen Sohn Klaus bei der Unternehmensführung unterstützt. Das Unternehmen hatte sich wirtschaftlich so gut entwickelt, dass 1957 ein zusätzlicher Betrieb für die neue Automatenglasherstellung am Standort Essentho unter dem Firmennamen „Glaswerk H. und Kl. Ritzenhoff KG“ (Heinrich und Klaus) gegründet wurde. Dieses Unternehmen veredelte später auch Beleuchtungsglas.

1934 (Dezember) Einstieg der Familie Ritzenhoff

Da auch die Marsberger Glasfabrik Marsberg mehr Kapital benötigte als ursprünglich erwartet, trat im Dezember 1934 der Driburger Glasgroßhändler Heinrich Ritzenhoff als Kommanditist in die Firma ein. Er wird 1935 Geschäftsführer und erwirbt sämtliche Firmenanteile im Dezember 1935.

1934 (März) Marsberger Glasfabrik Marsberg

Am 29. März 1934 wurde das Unternehmen für 14.000 Goldmark an den Essener Ingenieur Fritz Sielemann und an die Herren Richard Lehmkuhl und Max Bauer verkauft. In dieser Zeit entstand auch das neue Firmenemblem MGM, welches für Marsberger Glasfabrik Marsberg stand. Das Unternehmen firmierte als Marsberger Glasfabrik GmbH.

1921 – 1934 Schwierige Zeiten

Zwischen 1921 bis 1934 blieb die wirtschaftliche Lage des Unternehmens schwierig. Die Inhaber des Unternehmens wechselten mehrfach. Während der Wirtschaftskrise 1928/29 war die Glasmanufaktur in der Hand des Staates.

1917 – 1921 Betriebseinstellung

Zwischen den Jahren 1917 und 1921 wurde der Betrieb wegen Absatzschwierigkeiten eingestellt.

1904 – 1917 Glasmanufaktur in Niedermarsberg

1904 erbauten die Kaufleute Julius und Lois Nordheimer eine neue Glashütte in Niedermarsberg. Hierin ging die Fürstenberger Waldglashütte auf. Man nutzte den Vorteil des Fabrikstandortes in der Nähe der Bahn zur wirtschaftlicheren Energieversorgung mit Steinkohle.

1800 – 1903 Fürstenberger Waldglashütte im oberen Aabachtal

Mit dem Holz der dichten Wälder schmolzen die ersten Glashütten im Sauerland schon im 18. Jahrhundert Quarzsand zu Glas. Die RITZENHOFF AG (früher RC Ritzenhoff Cristal AG) geht aus der Fürstenberger Waldglashütte hervor, welche von 1800 – 1903 ihren Standort im abgeschiedenen oberen Aabachtal, nördlich der Diemel hatte. Die Fürstenberger Waldglashütte wurde 1800 von dem gebürtigen Holländer Anton Wilhelm Kapmeier gegründet.